Programm

Kommende Veranstaltungen

Mittelamerika: Kaffeereise mit Musik


Diavortrag von Gerrit Höllmann – Musik vom Duo María Yebra und Eugenio Cornejo

Freitag,  29. März 2019

Gerrit Höllmann berichtet von seinem letzten Besuch bei Kaffeekooperativen in Honduras und Guatemala. Welche Schwierigkeiten und Perspektiven haben die Kooperativen angesichts der herrschenden Gewaltverhältnisse? Anschließend widmet sich das lateinamerikanische Duo   musikalisch diesen Themen.


Ort und Zeit: Saal der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., Nernstweg 32 – 34, 22765 Hamburg, Beginn 19 Uhr.

Die Veranstaltung wird von Zapapres e. V. organisiert und findet im Rahmen der Hamburger Romerotage statt; Eintritt ist frei – Spenden  erwünscht.

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Vortragsreihe MESOAMERIKA IM FILM

Mesoamerika im Film– Einführung

Donnerstag, 28. März 2019

Vortrag von Christian Brückner

500 Jahre liegen zwischen dem Beginn der Eroberung Mexikos und unserer heutigen Sicht auf die vorspanischen Kulturen in Mittelamerika. Seit den 1950er Jahren gelingt es vor allem den vielen Kulturwissenschafter_innen aus den Bereichen Archäologie, Ethnologie, Geschichte und und weiteren Disziplinen, ein immer besseres und genaueres Bild von Azteken, Maya, Olmeken & Co. zu gewinnen. Wenngleich die vielen Forscherinnen und Forscher um eine differenzierte Betrachtung und um Erkenntnisgewinn – vorrangig in schriftlicher Form – bemüht sind, wird die allgemeine Wahrnehmung neben diversen populärwissenschaftlichen Beiträgen in Magazinen und Zeitungen sehr stark durch Archäologie- und Geschichtsdokus sowie durch Spielfilme geprägt. Hinzu kommen im Internet zahlreiche Beiträge wie Tutorials, zusammengeschnittene Videosclips oder Cinematic Trailer von       PC-Games.

Daher widmen sich dieser und weitere Vortragstermine der filmischen Rezeption Mesoamerikas. Gezeigt und diskutiert werden eine kontrastreiche Auswahl von Filmen bzw. Filmausschnitten: Ethnographischer Film, Spielfilme mit fiktiver sowie mit historischer Handlung, Geschichtsabrisse und Archäologie-Expeditionen im Doku-Format und diverse Beiträge aus dem Internet, sowie Auszüge aus Science Fiction und aus dem nicht unwesentlichen Bereich des “Trash”. Zu Beginn werden prägnante Beispiele aus diesem weiten Feld vorgestellt und diskutiert.

Ort und Zeit: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Vortragsraum (HG 154), 1. Etage, Beginn 18 Uhr (c.t.). Der Eintritt ist frei.

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Frohe Ostern? Die Semana Santa im Hochland von Guatemala in                                                                    “Balancing the Cosmos. Living Traditions in a Modern Maya City” – Film von Andrew Weeks, 2010

Donnerstag, 18. April 2019

Immer wieder begleitete Andrew Weeks über einen Zeitraum von acht Jahren traditionelle T´zutujil-Maya in Santiago Atitlán und verarbeitete insbesondere ihre religiöse Lebenswirklichkeit in dem Film “Balancing the Cosmos – Living Traditions in a Modern Maya City” von 2010. Protagonist in Weeks beeindruckender Studie ist die Figur des lokalen Heiligen Maximón, dem besonders zu Ostern eine essentielle Rolle zukommt – ohne ihn sind nach traditioneller Überzeugung die Auferstehung Jesu und der Fortbestand der Welt unmöglich. Der Film zeigt, wie der religiöse Alltag, insbesondere aber das Osterfest, vorbereitet und gefeiert wird – bzw. wurde, denn die Bewohner am Atitlán-See sind mit starken gesellschaftlichen Spannungen und Veränderungen konfrontiert, über die Forscher wie              Dr. Lars Frühsorge zu berichten wissen.

An diesem vorosterlichen Termin werden im Rahmen der Reihe “Mesoamerika im Film” die wesentlichen Ausschnitte der Semana Santa aus Weeks´ Film gezeigt. Durch die Veranstaltung leitet Christian Brückner.

Verehrung des Maximón, Foto © Andrew Weeks 2010

Ort und Zeit: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Vortragsraum (HG 154), 1. Etage, Beginn 18 Uhr (c.t.). Der Eintritt ist frei.

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“El Antifaz. ‘Tschüss die Seele’ – Die Verabschiedung”                                                                               Dokumentarfilm, Nordwestmexiko, Sierra Tarahumara von Claus Deimel, 2018

Donnerstag, 16. Mai 2019

Die Tarahumara gehören zu den geschundetsten Völkern Mexikos und des indigenen Lateinamerikas. Kaum eine andere Gruppe sogenannter Indianer überlebt derart friedlich und zugleich widerständisch und ausgestattet mit so wenigen materiellen Mitteln wie die Tarahumara im nordwestmexikanischen Bundesstaat Chihuahua – die sich selbst Rarámuri, d.h. „die Fußläufer“, nennen.

Sie leben eine Form der Resistenz, indem sie bewährte Verhaltensweisen und soziale Umgangsformen trotz „Zivilisationsdruck“ nicht aufgeben. Sie praktizieren aggressionslosen Widerstand gegen modernistische Formen der Veränderung ihrer sozialen Riten und Verhaltensweisen. Der Film zeigt den Fluss dieses bemerkenswerten Alltags und Festtags im pointierten Narrativ, und wie dieses Alltagsnarrativ sich steigert zu einem Fest, das die Seele eines verstorbenen Menschen rituell in den Himmel schickt und ihr zum Abschied „Adiosi ba“: „tschüss die Seele“ nachruft.

Dem Film vorangestellt wird eine Einführung von Dr. Claus Deimel.

Szene aus El Antifaz, Foto © Claus Deimel 2018

Ort und Zeit: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Vortragsraum (HG 154), 1. Etage, Beginn 18 Uhr (c.t.). Der Eintritt ist frei.

Mehr zu El Antifaz finden Sie hier (deutsch/spanisch).

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Weitere Termine 13.6., 19.9., 17.10., 14.11.

Im Kontrast zu dieser aktuellen ethnographischen Perspektive folgt am nächsten Termin (Donnerstag, 13. Juni) mit Auszügen aus “Der Schatz der Azteken” und “Die Pyramide des Sonnengottes” ein Zusammenschnitt relevanter Szenen aus diesen beiden Spielfilmen. Hier wird ein unterhaltsamer, aber auch kritischer Blick auf die Stereotypen und die Wahrnehmung Mesoamerikas in der Entstehungszeit dieser beiden Filme gegeben.

An späteren Terminen (19. September, 17. Oktober und 14. November, gleicher Ort, gleiche Zeit) werden weitere Filmdokumente präsentiert, unter anderen ein Kammerspiel über Bartholomé de las Cassas. Und auch Teile und prägnante Szenen verschiedener Verfilmungen der Kontaktzeit bzw. Eroberung Mexikos, wie “La otra conquista” und “Apocalypto” werden zu diskutieren sein. Außerdem sollen die recht populären archäologischen Dokumentationen in den Blick genommen werden. Und natürlich dürfen auch Esoterik, Sci-Fi & Trash nicht fehlen – auch hierzu wird es Beispiele geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenshot aus “Der Schatz der Azteken”, 1965

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