Über uns

Aufgrund ihrer Handelsbeziehungen, blickt die Stadt Hamburg auf eine lange Tradition des Austausches mit Lateinamerika zurück. So etablierte sich ab dem 19. Jahrhundert im Museum für Völkerkunde und später auch an der Universität ein entsprechender Forschungsschwerpunkt. Mit der bevorstehenden Schließung des Faches Mesoamerikanistik an der Universität Hamburg bleiben nicht nur europaweit einmalige Ressourcen, wie die Sammlungen in Bibliotheken, Archiven und im Museum, praktisch ungenutzt – auch die in Jahrzehnten aufgebaute Kompetenz in den Bereichen Archäologie, Geschichte, Ethnologie und indigene Sprachen droht verloren zu gehen.

Um Hamburg als wichtigen Standort der Mesoamerika-Forschung in Europa zu erhalten, haben sich Studierende und Ehemalige des Faches 2010 zusammengeschlossen und die Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg e. V. gegründet, die sich für eine Fortführung dieser Forschungstradition einsetzt und die indigenen Kulturen Mittelamerikas einer breiteren Öffentlichkeit näher bringen möchte.

Die Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg e. V. bietet ein Programm aus Vorträgen und Workshops an, das sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an eine interessierte Öffentlichkeit richtet. Im wissenschaftlichen Bereich ist neben der Organisation von Tagungen und Publikationen auch eine konzeptionelle und finanzielle Förderung von Forschungsvorhaben des wissenschaftlichen Nachwuchses geplant.